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3.3 Neutralisation

a) Versuch: Zu 10 ml 0,1 M Salzsäure (mit Universalindikator angefärbt) werden 10 ml 0,1 M Natronlauge zugegeben.

b) Beobachtung: Die Indikatorfarbe schlägt von rot nach grün um. Die Lösung erwärmt sich.

c) Erklärung: Es findet eine Protolyse-Reaktion statt; es handelt sich um eine exotherme Reaktion.

d) Reaktionsschema:

H₃O⁺ (aq) + Cl⁻(aq) + Na¹⁺ (aq) + OH⁻ (aq) → Na¹⁺(aq) + Cl⁻(aq) + 2 H₂O (l) ΔH<0
verdünnte Salzsäure + verdünnte Natronlauge   →  Kochsalzlösung

eigentliche Reaktion

H₃O⁺ (aq) + OH⁻ (aq) → 2 H₂O ΔRHm° = -56 kJ/mol

Bei der Reaktion zwischen verdünnte Salzsäure und verdünnte Natronlauge entsteht eine Kochsalzlösung („Nudelwasser der Chemiker“).

Der Verlauf der Neutralisation lässt sich durch Leitfähigkeitsmessung verfolgen.

Die eigentliche Reaktion bei dieser Neutralisation besteht in der Protonenübertragung von Oxonium-Ionen auf Hydroxid-Ionen, wobei aus beiden Ionenarten Wassermoleküle entstehen. Die in den Lösungen vorhandenen Begleitionen bleiben meist unverändert in der Lösung.
Achtung: Die oben angegebene Neutralisationsenthalpie findet man auch bei der Neutralisation anderer Säuren und Basen; bei der Neutralisation reagieren immer die Oxonium-Ion mit den Hydroxid-Ionen.