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Zusammenfassung wichtiger Begriffe

Elektrolyt: Stoff, dessen wässrige Lösung oder Schmelze einen Transport elektrischer Ladung durch frei bewegliche Ionen ermöglicht.

 

Elektrolytlösung: Lösung, die frei bewegliche Ionen (Kationen und Anionen) enthält und den elektrischen Strom leitet. Die elektrische Leitfähigkeit ist durch die Wanderung der Ionen im elektrischen Feld bedingt.

 

Stromfluss: gerichtete Bewegung von Ladungsträgern, die entweder Elektronen (Leiter 1. Klasse; z.B. Metalle) oder Ionen (Leiter 2. Klasse; z.B. Salz, Salzlösungen) sein können.

 

Elektrode: Sammelbezeichnung für elektronenleitende Werkstoffe in einem Elektrolyten.

 

Gleichstromkreis: In einem Gleichstromkreis wandern die freien Elektronen in fortwährendem Kreislauf durch die Leitung. Der elektrische Strom fließt nur in einem geschlossenen Kreislauf.

 

Diaphragma: poröse Scheidewand, die z.B. den Kathoden- und Anodenraum trennt. Das Diaphragma erlaubt Ionenwanderung zwischen den beiden Elektrolytlösungen, verhindert aber eine rasche Vermischung der Lösungen durch Diffusion.

 

Halbelement (Halbzelle, Halbkette): Bezeichnung für eine in einen geeigneten Elektrolyten eintauchende Elektrode (z.B. Zinkhalbzelle: Zinkelektrode in einer Zinksalzslöung).

 

Galvanisches Element (Galvanische Zelle): Ein galvanisches Element besteht aus zwei Halbelementen (Halbzellen), die z.B. durch ein Diaphragma getrennt sind. Eine Versuchsanordnung, bei der Oxidation und Reduktion räumlich getrennt ablaufen, bezeichnet man als galvanisches Element (galvanische Zelle).

 

Standardbedingungen: 25°C, Ionenkonzentration von 1 mol/L, Gasdruck p = 1013 hPa (101,325 kPa)

 

Standardwasserstoffelektrode (Normalwasserstoffelektrode, NHE): Platinelektrode, die bei 25°C von Wasserstoffgas mit Normaldruck (p = 1013 hPa) umspült wird und in eine Säurelösung mit der Konzentration (c (H₃O⁺) = 1 mol/L) eintaucht. Die Standardwasserstoffelektrode ist die Bezugselektrode und setzt deren Redoxpotential gleich null.
Messbar ist immer nur eine Differenz zwischen den Redoxpotentialen zweier Elemente.

 

Normalpotential (Standardpotential): Das Normalpotential entspricht dem Potential einer NormalMetallelektrode (d. h. einer Metallelektrode, die in eine 1 molare Metallsalzlösung eintaucht) gegen die Normalwasserstoffelektrode (NHE) bei 25°C.

 

Spannungsreihe (vgl. AB): Die Spannungsreihe sagt folgendes aus: Je positiver das Redoxpotential ist, desto größer ist die Tendenz der oxidierten Form des Redoxpaares (negative!) Elektronen anzuziehen. Je negativer das Redoxpotential, desto größer ist die Tendenz der reduzierten Form, Elektronen abzugeben.

 

Lokalelement: Unter einen Lokalelement versteht man ein kurzgeschlossenes galvanisches Element; z.B. zwei verschieden edle Metalle tauchen in dieselbe Elektrolytlösung, mit der Möglichkeit des direkten Stromflusses. Das unedle Metall wird dabei oxidiert.